Prüfungsangstcocktail
Erste Zutat
Bei der sogenannten Prüfungsangst geht es oft weniger um die Angst vor der Prüfung selbst, sondern vielmehr um die Angst vor einer Be- oder Entwertung. Es ist die Sorge zu versagen, sich zu blamieren oder als Verlierertyp dazustehen. Dieses Gefühl kennen viele Menschen aus ihrem Leben.
Zweite Zutat
Hinzu kommt häufig eine sogenannte Schwellenangst. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt: berufliche Veränderung, räumliche Veränderung oder Unsicherheit in der Partnerschaft. Wenn das Ziel hinter der Prüfung nicht klar empfunden und formuliert ist, bleibt auch unklar, warum diese Prüfung überhaupt bestanden werden will.
Nebenwirkungen
Körperliches Unwohlsein, Schlafstörung, Leistungsknick, Müdigkeit, Herzrasen, depressive Verstimmung, Reizmagen, Konzentrationsmangel und Nervosität.
Der therapeutische Ansatz und die Techniken
1. Verhaltenstherapie in Kombination mit Hypnotherapie
Die Prüfungssituation wird Schritt für Schritt durchgespielt. Ergänzend werden durch hypnotherapeutische Suggestion neue innere Referenzfelder geschaffen.
2. EMDR
Der Patient stellt sich die Prüfung bewusst vor und geht in das Angstgefühl hinein. Durch EMDR kann das Angstgefühl von der Prüfungssituation entkoppelt werden.
3. Anker setzen
Der Patient erinnert sich an eine Situation, in der er sich vollkommen sicher gefühlt hat. Dieses Gefühl wird mit einem körperlichen Reiz verknüpft und trainiert, bis es reflexartig abrufbar wird. So kann in einer Stresssituation gezielt auf den inneren Wohlfühlraum zugegriffen werden.
4. Orthomolekulare Therapie und Homöopathie
Durch die gezielte Gabe von Vitaminen, Botenstoffen und homöopathischen Komplexmitteln werden individuelle körperliche Symptome behandelt und die kognitive Leistungsfähigkeit unterstützt.
5. Akupunktur
Mit Körper- und Ohrakupunktur können sowohl körperliche als auch psychische Symptome behandelt werden.
„Mit jeder Aufgabe, die ich bereit bin anzunehmen, erhalte ich auch die Kraft, diese zu verwirklichen.“
Christian Morgenstern
Durch dieses ganzheitliche Therapiekonzept entsteht nicht nur eine stabilere Prüfungssituation. Der Patient lernt zugleich ein wirkungsvolles Stressmanagement kennen, das weit über die konkrete Prüfung hinaus genutzt werden kann.